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Geheimtipp: Future World – Where Art meets Science

Plopp, plopp, plopp, pling, dingeling: Neben mir explodiert eine Melone und *plopp* hinter mir tauchen gleich neue Blumen, eine Biene und glitzernde Seifenblasen auf. Außenrum ist alles dunkel, aber die Rutsche vor mir leuchtet in grün, rot und gelb. Keine Zeit genau hinzusehen denn *schwups*: schon sausen wir die Rutsche im FruitField hinunter. Hinter uns leuchtet es gelb und gleich tauchen wieder neue Blumen, Früchte und Tiere auf. Wo wir gelandet sind? Im wohl spannendsten Digitalmuseum der Welt: der FutureWorld-Ausstellung im ArtScience Museum in Singapur. Eine beeindruckende Mischung aus (Digitaler) Kunst, Technik und Kreativität. Ein Museum, dass sich verändert, nur weil man selbst da ist und Teil davon wird.

Die Idee und die Umsetzung der FutureWorld stammt vom japanischen Künstler Toshiyuki Inoko und seinem TeamLab. Und das Konzept geht auf: Es macht unglaublich viel Spaß mitzumachen, die Technik auszuprobieren, sich verzaubern zu lassen und oft einfach nur zu staunen. Eine faszinierende Mischung aus Licht, Illusion, Technik, Kunst, Magie und Raum für Experimentieren!

Die Ausstellung

Aufgeteilt ist die FutureWorld-Ausstellung in vier Themenräume: Natur, Town, Sanktuar, Park und Space. Die FutureWorld fängt mit einem interaktiven Raum an: es flattern Schmetterlinge durch den, es gibt Lichtspuren an den Wänden die an den Wunderbaum bei Avatar erinnern. Wenn man sich vor die Wand stellt, wird man gleich Teil des Werks.

Die Ausstellung beginnt einer Welt in der die Natur und die Einflüsse der Natur auf uns Menschen im Vordergrund steht. Mit dem Spiel um die Faszination für Bilder, Töne, Lichter und Bewegung verschwinden die Grenzen zwischen dem Besucher und der ihn umgebenden Flora und Fauna. Es wirkt, als wäre man im Pandoraland von Avatar gelandet.

Im nächsten Bereich – Town – können Erwachsende und Kinder zusammenarbeiten, Projekte entwickeln, Bauen, Malen, Hüpfen, Musik machen, Ballons werfen und vieles mehr. „Communication, Cooperation and Teamwork are essential“, sagt der Ausstellungsflyer, egal ob wir in der digitalen oder analogen Welt denken. Diese Fähig- und Fertigkeiten stehen in Town im Mittelpunkt.

In Sanctuary, Park und Space geht die Reise weiter: Luft holen, die Zeit und die Umgebung bestimmen, Teilhaben und Teilwerden, Bauen und Errichten, Spaß haben und Staunen. Eine faszinierende Welt.

Highlights

Die Rutsche im FruitField, die ich anfangs beschrieben habe. Oder SketchTown – eine Wandgalerie, bei der man eigene Teile des Kunstwerks beisteuern kann. Man kann ein Bild malen, einfach Einscannen und dann wird es Teil des Werks auf dem großen Screen. Oder das Crystal Universum: eine LED-Lichterwelt zum Eintauchen und Staunen.

Das TeamLab

Gegründet hat Toshiyuki Inoko das TeamLab 2001 zusammen mit vier Freunden. Gemeinsam bauen sie an Installationen und Ausstellung auf der ganzen Welt. Immer drehen sich die Konzept um das Erleben, Gestalten und Begeistern von digitaler Kunst. Die Menschen sollen interagieren, miteinander in Verbindung treten, Kunst und Wissenschaft erleben und ihre Kreativität geweckt und gefördert werden. Dies soll für Menschen in jedem Altern gelten, so der Gründer. Die Installationen finden hauptsächlich in Asien statt, jedes Jahr gibt es aber auch wieder in Europa Gelegenheit, das TeamLab zu treffen, z.B. in Frankreich letztes Jahr. Upcoming Events und viele faszinierende Bilder und Videos der Arbeit des TeamLabs.

Fazit

Das beste Museum der Welt! Und der (Geheim-)Tipp für jeden, den es nach Singapur verschlägt. Und der allerbeste Tipp für jeden, der eine solche Ausstellung in Deutschland bauen will – ich hätte dann gerne eine Dauerkarte! 🙂

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